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Stress kostet jährlich 10 Milliarden Franken
Zu den Kosten, die Stress verursacht, gibt es keine genauen Zahlen. Sie werden von verschiedener Seite auf 10 Milliarden Franken pro Jahr geschätzt. Von dieser Zahl geht in etwa auch das Staatsekretariat für Wirtschaft (SECO) aus.
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In einer Studie aus dem Jahr 2000 bezifferte das SECO den Betrag auf 4,2 Milliarden. «Die Angaben müssen aber mit Vorsicht betrachtet werden, denn sie umfassen nicht die Kosten, die den Unternehmen direkt durch Absenzen und Produktionseinbussen anfallen», sagt Margaret Graf von der Abteilung Grundlagen Arbeit und Gesundheit des SECO.
Auch wurden Faktoren wie Invalidenrenten oder frühzeitige Pensionierungen nicht dazu gezählt. Würde man all dies berücksichtigen, erscheint die Zahl von 10 Milliarden laut Graf durchaus realistisch.
Jeder dritte Arbeiter unter Stress
In einer neuen Untersuchung für das Jahr 2010 gab das SECO keine konkreten Zahlen zu den Kosten bekannt. Es begründete dies mit unterschiedlichen Methoden, die keinen Vergleich mit den letzten Studien ermöglichten. Doch die Kosten seien gestiegen, vermutet die Expertin.
Die neue Untersuchung zeigt, dass die Zahl der Menschen, die unter chronischem Stress leiden, von 26,6 auf 34,4 Prozent gestiegen ist. Die Anzahl Arbeitender, die sich nie oder selten gestresst fühlen, ist demnach in 10 Jahren von 17,4 auch 12,2 Prozent gesunken.
Personen unter Terminzwang oder mit erhöhtem Arbeitsrhythmus sehen sich fast doppelt so oft gestresst (60 Prozent) als Arbeiter ohne Zeitdruck (34 Prozent). Auch Menschen, die sich am Arbeitsplatz als Opfer von Diskriminierung oder Mobbing betrachten, leiden häufiger unter Stress.
Stress kostet 6000 Franken pro Person
Laut der Studie wird die Wahrnehmung von Stress zudem von der Gesundheit der Arbeitenden sowie ihrer Zufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen beeinflusst.
Eine andere Expertise – 2011 herausgegeben von der Gesundheitsförderung Schweiz –, sprach von jährlichen Kosten von bis zu 6000 Franken pro Person, wenn die Angestellten unter erhöhtem Stress arbeiten müssen. Durch Prävention könnten Arbeitsabsenzen gemäss der Studie um 1,7 Tage pro Jahr verringert werden.
(sda/frua)
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