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Die unendliche Geschichte der Buchpreisbindung

Dienstag, 7. Februar 2012, 16:30 Uhr

Ein Bestseller würde es wohl nicht, ein Buch über die «Geschichte der Buchpreisbindung». Aber es würde auf jeden Fall ein dickes Buch. Denn das Thema beschäftigt die Politik und die Justiz in der Schweiz seit Jahren.

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Die Buchpreisbindung wurde 1999 als unzulässige Preisabsprache durch die Wettbewerbskommission verboten. Dagegen legte der Schweizerische Buchhändler- und Verlegerverband Rekurs ein, bis das Bundesgericht die Aufhebung der Preisbindung 2007 letztinstanzlich guthiess.

Bereits 2004 hatte jedoch Nationalrat Jean-Phillipe Maître eine parlamentarische Initiative eingereicht, die eine gesetzliche Grundlage für die Buchpreis-Regulierung in der Schweiz verlangte.

Das Parlament hiess das entsprechende «Bundesgesetz über die Buchpreisbindung» 2011 gut – gegen den Willen des Bundesrates. Unterstützt wurde das Gesetz u.a. von SP, Grünen und CVP.

Dagegen ergriffen die Jungparteien von SVP und FDP das Referendum, mit Unterstützung der Mutterparteien und der Piratenpartei. Auch die Migros-Buchhandlung Ex Libris beteiligte sich. Zusammen wurden 58‘277 beglaubigte Unterschriften eingereicht.

Andere Bücherpreise in der Romandie

Dies- und jenseits des Röschtigrabens wird die Buchpreisbindung unterschiedlich wahrgenommen. Viele Welsche sind dafür, die Buchpreise zu regulieren. So waren im Nationalrat 9 welsche SVP-Mitglieder den Argumenten von SVP-Nationalrat und Autor Oskar Freysinger gefolgt und hatten der Vorlage zugestimmt. Unterstützt wird sie auch vom welschen Konsumentenverband FRC.

Das Referendumskomitee sammelte deswegen auch praktisch keine Unterschriften in der Westschweiz. Gerade einmal 22 beglaubigte Unterschriften stammen aus Genf und nur 57 aus der Waadt.

Ein Grund für den Unterschied liegt im Umstand, dass die Bücher in der Westschweiz 30 bis 50 Prozent teurer verkauft werden als in Frankreich. Die welschen Buchhandlungen können die Bücher nicht direkt beim ausländischen Verleger einkaufen. Sie müssen den Umweg über eine Vertriebsgesellschaft nehmen, was die Preise in die Höhe treibt.

In der Deutschschweiz liegen die Buchpreise bloss 10 bis 20 Prozent über jenen im deutschsprachigen Ausland.

(sda/sf/vaid)

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E. ilg, gattikon
(e.ilg Mann)
Verfasst am: 4.3.2012 19:43

Buchpreisbindung/fr.Marktwirtschaft

Eine Buchpreisbindung finde ich daneben. Mit... mehr

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