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540 Millionen Franken für gemeinnützige Zwecke

Dienstag, 14. Februar 2012, 16:10 Uhr

Die beiden Lotteriegesellschaften der Schweiz – Swisslos und Loterie Romande – schütten pro Jahr rund 540 Millionen Franken für gemeinnützige Zwecke aus. Profitieren können jeweils rund 16'000 Projekte aus den Bereichen Sport, Kultur, Umwelt oder Soziales.

Bild Eine Hand hält Lotterie-Lose in der Hand.
Durch Geldspiele finanzieren die Schweizer indirekt Sport, Kultur und AHV. keystone

In der Schweiz sind Lotterien und Wetten nur zugelassen, wenn die Erträge daraus für wohltätige oder gemeinnützige Zwecke verwendet werden. Die Bewilligung für Grosslotterien und Sportwetten haben in der Schweiz Swisslos (für die Deutschschweiz und das Tessin) und die Loterie Romande.

Der Reingewinn der beiden Gesellschaften fliesst in die kantonalen Lotterie- und Sportfonds oder in die Kassen von Swiss Olympic und anderen Sportorganisationen, wie es auf der Internetseite der Fachdirektorenkonferenz Lotteriemarkt und Lotteriegesetz heisst. Das sind jährlich rund 540 Millionen Franken.

Bei Swisslos betrug der Reingewinn im Jahr 2010 343 Millionen Franken. Das entspricht einem knappen Drittel des Gesamtumsatzes. Das restliche Geld ging als Gewinne an die Spieler zurück (55%), wurde als Provisionen an den Detailhandel ausbezahlt (8%) und für den Betriebsaufwand gebraucht (6%), wie es bei swisslos.ch heisst.

3,3 Millionen für Gotthelf-Zentrum

Im Kanton Bern erhielt im Jahr 2010 beispielsweise die Jeremias-Gotthelf-Stiftung 3,3 Millionen Franken für den Aufbau eines Zentrums in Lützelflüh im Emmental. Weil es sich um einen besonders hohen Betrag handelte, musste das Kantonsparlament seine Zustimmung
 geben.

Insgesamt verteilte der Kanton Bern knapp 61 Millionen Franken. Auf der Liste der Begünstigten standen nebst vielen anderen etwa die Pfadiabteilung Wendelsee, das Drehorgelfestival Thun oder der Ski-Club Cristiania Bern. Insgesamt wurden rund 2000 Projekte von verschiedensten Organisationen unterstützt.

Casino-Gewinne für die AHV

Der Kanton Zürich gab im Jahr 2010 über 71 Millionen Franken aus. Davon gingen 28 Mio. Fr. an kulturelle Einrichtungen. Aber auch der Sport (13 Mio. Fr.) sowie Projekte in den Bereichen Umwelt und Entwicklungshilfe (12 Mio. Fr.) wurden mit viel Geld unterstützt.

Die Casinos müssen ebenfalls einen grossen Teil des sogenannten Bruttospielertrages abgeben: Im Jahr 2010 lag dieser bei knapp 870 Millionen Franken. Davon flossen gemäss Eidgenössischen Spielbankenkommission 387 Millionen Franken in die AHV. Die Casinos mit einer B-Lizenz lieferten zudem insgesamt 63 Millionen Franken ihren Standortkantonen ab.

(sda/frua)

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