Archiv
Wenig Kritik zum «Maulkorb»-Gegenvorschlag
Der indirekte Gegenvorschlag zur «Maulkorb-Initiative» stösst in der Vernehmlassung auf breite Zustimmung. Mit Ausnahme der SVP erachten es alle Bundesratsparteien als notwendig, dass die Landesregierung vor Volksabstimmungen die Bevölkerung informiert.
Navigation
Artikel zu dieser Vorlage
- Kein «Maulkorb» für Bundesrat
- «Übermacht von Regierung und Verwaltung»
- Informationspflicht versus Propagandatätigkeit
- Initiative gegen Behördenpropaganda chancenlos
- Nein zur Initiative gegen Behördenpropaganda
- Bürger-Verein verteidigt «Maulkorb-Initiative»
- Bundesrat soll umfassend informieren
- Couchepin eröffnet Abstimmungskampf
- Nationalrat lehnt «Maulkorb-Initiative» ab
- FDP gegen Initiative gegen Behördenpropaganda
- Basler Regierung verteidigt Stellungnahme
- alle Artikel
Artikel bewerten
Artikel teilen
Der Bundesrat müsse die Bevölkerung kontinuierlich über die politischen Geschehnisse und deren Hintergründe informieren, schreibt die CVP.
Die Behörden hätten nicht nur ein Informationsrecht, sondern vielmehr eine Informationspflicht gegenüber dem Stimmvolk, schreibt die FDP in ihrer Antwort.
Auch die SP begrüsst den Entwurf. In einer direkten Demokratie, die stark mediatisiert sei, müssten die Behörden ihre Haltung darlegen. Die Behördeninformation sei für den Meinungsbildungsprozess notwendig.
Wenn sich der Staat nicht mehr in Abstimmungskampagnen engagiere, läge die Verantwortung allein bei den Parteien. Diesen fehle aber das Geld, denn Kampagnen seien teuer.
Das Engagement des Bundesrates vor Abstimmungen wird von der SVP seit Jahren kritisiert. Entsprechend möchte die Partei dieses denn auch nicht gesetzlich verankern, wie es der indirekte Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Volkssouveränität statt Behördenpropaganda» («Maulkorb-Initiative») vorsieht.
Die «massive Einmischung der Exekutive in Abstimmungskämpfe» und die «aus Steuergeldern finanzierte Propagandatätigkeit» hätten zur Lancierung des Volksbegehrens geführt. Mit dem Gegenvorschlag werde dem nicht Einhalt geboten.
Der Bundesrat selbst stellt sich gegen den indirekten Gegenvorschlag. Er vertritt die Auffassung, dass sein Engagement mit den im Jahr 2001 festgelegten Leitlinien ausreichend geregelt ist und nicht im Bundesgesetz über die politischen Rechte verankert werden muss.
Der Bund stellt zwar Geld zur Information der Stimmberechtigten bereit, doch kommerzielle Mittel wie Plakate und Inserate sind für ihn tabu.
(sda/horm)
Meldungen im Tagesverlauf
- England mit Terry, ohne Ferdinand
- Arbeitshölle Callcenter: Swisscom profitiert
- Nach Indiskretion im Fall Schneider-Ammann: Strafanzeige eingereicht
- Schilderungen von Gräueltaten prallen an Mladic ab
- Umfrage sieht Linksallianz vorne
- Whitney Houston wird posthum geehrt
- Federer gewinnt Premiere gegen Berlocq
- Chronik des Massakers von Srebrenica
- Boonen verzichtet auf Tour de France
- Strafanzeige gegen Unbekannt im Fall Gripen
- Bundesrat will nicht vom Volk gewählt werden
- Carlos Fuentes ist tot: Mexikos Literat mit Weltformat
- Luxusgüter gefragt: Richemont steigert Gewinn
- Mahara McKay zieht mit ihrem Freund zusammen
- Skandal-Arzt Malm verliert die Bewilligung
- Neue TV-Show für Roman Kilchsperger











