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Ja-Tendenz zum Gesundheitsartikel
Erste SRG-Umfrage zur Abstimmung vom 1. Juni
Rund sechs Wochen vor dem Urnengang am 1. Juni befürworten fast zwei Drittel der Stimmberechtigten den neuen Gesundheitsartikel. Dies bedeutet eine günstige Ausgangslage für die Behördenvorlage.
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Für den neuen Gesundheitsartikel (Verfassungsartikel «Für Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Krankenversicherung») ist die Ausgangslage eindeutig: 62 Prozent der Befragten befürworten die Vorlage, 18 Prozent lehnen sie ab. Allerdings ist die Zahl derer, die sich noch nicht festgelegt haben, mit 20 Prozent relativ hoch, wie aus der Befragung des Forschungsinstituts gfs.bern hervorgeht.
Konfliktlinien existieren bei dieser Vorlage kaum: In allen drei Sprachregionen gibt es eine Zustimmung zwischen 58 und 63 Prozent. Auch in Bezug auf die politischen Parteien sind kaum Gegensätze vorhanden.
Im Zuge der Befragung zum Gesundheitsartikel wurde auch nach dem Reformbedarf des Gesundheitssystems im Allgemeinen gefragt: 87 Prozent der Stimmbürger sind ganz oder teilweise der Meinung, dass das Gesundheitswesen reformbedürftig ist.
67 Prozent befürworten auch das Pro-Argument, wonach der Wettbewerb im Gesundheitswesen zu einer besseren Kostenkontrolle führe. Auf der anderen Seite befürworten aber 85 Prozent das Argument der Gegner, die freie Arztwahl dürfe nicht eingeschränkt werden. Und ebenfalls 85 Prozent sind der Ansicht, die Macht der Krankenkassen dürfe nicht weiter wachsen.
Die Umfrage wurde vom Forschungsinstitut gfs.bern zwischen dem 14. und 19. April 2008 bei 1207 stimmberechtigten Personen in allen Landesteilen durchgeführt. Der statistische Fehler bei der gesamten Stichprobengrösse beträgt +/-2,9 Prozent.
(sf/gfs.bern/schj)
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